Über uns

Historie

Nach dem Gesetz über die Verwaltung des katholischen Kirchenvermögens (Vermögens-verwaltungsgesetz) vom 24. Juli 1924 können Kirchengemeinden zu einem Verband, der ganz oder teilweise die Erfüllung gemeinsamer örtlicher Aufgaben übernimmt, zusammengeschlossen werden.

In diesem Sinne ist der Gemeindeverband nach und nach in die Aufgaben eines kirchlichen Verwaltungsdienstleisters hineingewachsen und erfüllt im Wesentlichen folgende Aufgabenbilder:

  • Verwaltungshilfe für die angeschlossenen Mitgliedsgemeinden, soweit die einzelnen Kirchenvorstände die Inanspruchnahme beschließen,
  • Wahrnehmung der Gemeindeinteressen gegenüber den kommunalen und staatlichen Behörden,
  • wirtschaftliche Betreuung der zugeordneten selbständigen Einrichtungen mit überpfarrlichem Charakter,
  • Wahrnehmung von rechtlichen und wirtschaftlichen Aufgaben im Dienst der überpfarrlichen Seelsorge und Bildungsarbeit in verwaltungsmäßiger Hinsicht.

In den zurückliegenden Jahren hat sich der Gemeindeverband von einer Verwaltungseinheit zu einem Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum für die Kirchengemeinden weiterentwickelt. Der Schwerpunkt wird heute in einer umfassenden Betreuungsleistung für die angeschlossenen Kirchengemeinden und Kindertageseinrichtungen gesehen.

 

Aufgrund sich verändernder Rahmenbedingungen (gesetzliche Vorgaben, rückläufige Finanzmittel, verändertes Kommunikationsverhalten, etc.) entwickelt sich auch der Gemeindeverband in seinem Selbstverständnis und in seiner Organisationsstruktur als Dienstleister für die Kirchengemeinden stetig weiter. Die Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gemeindeverbandes dienen somit in erster Linie der Entlastung der Geistlichen vor Ort zur Erfüllung der ureigenen Aufgaben der Kirche sowie der Unterstützung und Entlastung der vielen ehrenamtlich tätigen Menschen in den Kirchengemeinden, in Kirchenvorständen, Pfarrgemeinderäten, etc.

 

Organe des Gemeindeverbandes sind die Verbandsvertretung sowie der von der Verbands-vertretung gewählte Verbandsausschuss.

 

Das Verbandsgebiet umfasst die Dekanate Hellweg (Hamm, Soest Lippetal, Möhnesee, Bad Sassendorf, Welver, Ense, Werl, Wickede) und Lippstadt-Rüthen (Anröchte, Erwitte, Geseke, Lippstadt, Warstein, Rüthen).

 

Daneben ist der Gemeindeverband Träger der Telefonseelsorge Hamm und war bis zum 31.12.2012 Verwaltungsträger für die zwei Dekanate (Hellweg und Lippstadt-Rüthen)  im Verbandsgebiet.


Entwicklung des Gemeindeverbandes

Der Gemeindeverband Katholischer Kirchengemeinden Hellweg nahm zum 01.01.1978 seine Arbeit mit Sitz in Soest auf und ist damit der jüngste der im Erzbistum Paderborn vertretenen  7 Gemeindeverbände.
Mit Dekret des Erzbischofs vom 16. November 1978 erfolgte die offizielle Gründung des Gemeindeverbandes Hellweg, nachdem zuvor in der konstituierenden Sitzung der Verbandsvertretung am 24. August 1978 der Beschluss zur Aufnahme von zunächst 72 von 87  katholischen Kirchengemeinden aus den Dekanaten Hamm, Lippstadt, Rüthen, Soest und Werl erfolgt war.
In dieser 1. Sitzung der Verbandsvertretung galt es daneben einen Vorsitzenden des Verbandes zu bestellen. Nach § 25 des Vermögensverwaltungsgesetzes steht dem dienstältesten Dechanten aus dem Verbandsgebiet der Vorsitz zu. Dechant Bunsmann (Dekanat Lippstadt), als dienstältester Dechant verzichtete auf dieses Amt und es wurde Dechant Gerhard Breker (Dekanat Soest) zum ersten Vorsitzenden des Gemeindeverbandes Hellweg gewählt.

 

Zum Geschäftsführer des Verbandes war Herr Heinrich Simon aus Lippstadt gewählt worden, nachdem er zuvor bereits mit Wirkung vom 1. September 1977 im Auftrag des Erzbischöflichen Generalvikariates Paderborn mit den vorbereitenden Arbeiten beauftragt war.

 

Die Verbandsgeschäftsstelle befand sich zu dieser  Zeit mit 5 Angestellten (Heinrich Simon, Bernd Dante, Gabriele Muckhoff, Ulrike Kaupmann, Helfried Pott) in Büroräumen am „Nöttentor“ in Soest und leistete Verwaltungshilfe für zunächst sechs Kirchengemeinden und 33 katholische Kindergärten.

In das Gründungsjahr des Gemeindeverbandes Hellweg fällt auch die Entscheidung über die Einrichtung einer Telefonseelsorge. Die Telefonseelsorge mit Sitz in Hamm ist eine von der katholischen und evangelischen Kirche  gemeinsam getragene und finanzierte Einrichtung.

 

Ende 1984 hatten bereits  54 Kirchengemeinden die Abwicklung ihrer Verwaltungsaufgaben an den Gemeindeverband übertragen. Daneben erfolgte die Betreuung von 55 Kindertageseinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft sowie die laufende Verwaltung für die Dekanate, Ausländerzentren, etc.  Zu diesem Zeitpunkt wurden erste Gespräche über eine mögliche Verwendung des früheren und zu dieser Zeit bereits leerstehenden St. Hedwig-Altenheimes geführt.

Nachdem auch die übrigen kirchlichen und caritativen Einrichtungen im Raum Soest sich für die Unterbringung in einem zentral gelegenen „Katholischen Zentrum“ ausgesprochen hatten, fiel die Entscheidung zur Unterbringung im ehemaligen Altenheim. Dazu war zunächst erforderlich, das im Eigentum der Katholischen Kirchengemeinde St. Patrokli stehende Grundstück im Wege eines Erbbaurechtes zu erwerben.

 

Im Frühjahr 1987 bezog auch die Verbandsgeschäftsstelle die neuen Büroräume.

 

Im Jahre 1994 erfolgte die Aufnahme der beiden letzten Kirchengemeiden des Verbandsgebietes, so dass damit insgesamt 90 Kirchengemeinden, nebst Kindergärten und Sondereinrichtungen durch den Gemeindeverband Hellweg betreut wurden.

 

Im Jahr 2001 konnte der Gemeindeverband einen Teil des unmittelbar neben dem St. Hedwig-Haus gelegenen Fachwerkgebäudes käuflich erwerben. Hier ist seitdem die Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen untergebracht; daneben konnte für Verbandszwecke ein Konferenzraum eingerichtet werden.

 

Am 30. April 2001 trat Herr Heinrich Simon, der bis dahin als Geschäftsführer die Verwaltung des Gemeindeverbandes verantwortlich gelenkt und an entscheidender Stelle den Aufbau des Verbandes begleitet hatte, den Weg in den Ruhestand an. Zu seinem Nachfolger wählte die Verbandsvertretung Herrn Heinz-Ulrich Rüther aus Lippstadt.

 

In der Verbandsversammlung im Jahre 2004 legte Dechant Gerhard Breker sein Amt als Vorsitzender des Gemeindeverbandes Hellweg nieder. Als sein Nachfolger wurde der Dechant des Dekanates Lippstadt Karl-Heinz Peter mit der Wahrnehmung des Amtes beauftragt.

 

Mit Auszug des Dekanatsbüros sowie der Seelsorgeregion im Sommer 2006 aus den bisher genutzten Räumen stellte sich für die Verantwortlichen zwangsläufig die Frage nach der künftigen Nutzung des Kath. Zentrums „St-Hedwig-Haus“ in Soest.

Für den „Gemeindeverband Kath. Kirchengemeinden Hellweg“, als Eigentümer des Hauses war Kern der Überlegungen, einerseits den Standort als Zentrum eines katholischen Beratungs- und Dienstleistungsangebotes, das im Wesentlichen durch den Caritas-Verband sowie den Sozialdienst Kath. Frauen sichergestellt wird, zu erhalten; andererseits eine zukunftsträchtige wirtschaftliche Nutzung des Gebäudes sicherzustellen.

Vor dem Hintergrund dieser Veränderungen wurde mit den Verantwortlichen des Caritas-Verbandes die Möglichkeit eines Gebäudetausches geprüft, wonach der Caritas-Verband das Eigentum am „St. Hedwig-Haus“ erwarb und im Gegenzug der Gemeindeverband Hellweg Eigentümer des nebenan liegenden „Don-Bosco-Hauses“ wurde.

Der Gemeindeverband ist somit seit Beginn des Jahres 2007 Eigentümer des DON BOSCO HAUSES in der "Severinstraße 12". Seit Juli 2007 ist hier nach umfangreichen Renovierungsarbeiten die Verbandsgeschäftsstelle untergebracht.

 

 

 

Am 28. September 2009 wurde in der Verbandsvertreterversammlung die „Kath. Kindertageseinrichtungen Hellweg gem.GmbH“ gegründet. Die Kath. Kirchengemeinden mit Kindertageseinrichtungen haben seit diesem Zeitpunkt die Möglich-keit dieser gem.GmbH beizutreten und die Betriebsträgerschaft ihrer Kindertageseinrichtungen an die Kita-GmbH zu übertragen.

2010/2011 = 18 Kigas

2011/2012 = 11 Kigas

2012/2013 =   7 Kigas

2013/2014 = 11 Kigas

2014/2015 =   3 Kigas

2015/2016 =    ---
Eine Einrichtung wurde zwischenzeitlich geschlossen und zwei Einrichtungen wurden zu einer Einrichtung zusammengelegt.

Zum 1. August 2016 werden weitere 8 Einrichtungen der Kita-GmbH zugeführt. Somit sind von 66 Kath. Kindertageseinrichtungen im Verbandsgebiet 56 Einrichtungen in der Trägerschaft der Kita-GmbH.

 

Da sich Dechant Karl-Heinz Peter im Jahr 2010 nicht zu einer Wiederwahl als Dechant für das Dekanat Lippstadt-Rüthen zur Verfügung stellte, wurde vom Erzbischöflichen Generalvikariat  Dechant Dr. Gerhard Best (Dekanat Hellweg) mit der Wahrnehmung des Vorsitzes des Gemeindeverbandes Hellweg beauftragt. Aus gesundheitlichen Gründen legte dieser jedoch bereits nach einem Jahr das Amt nieder und Dechant Thomas Wulf (Dekanat Lippstadt-Rüthen) trat im September 2011 seine Nachfolge an. 

 

In der Sitzung der Verbandsvertretung am 15.11.2011 im Tagungs- u. Kongresszentrum in Bad Sassendorf wurde die Kooperation des Gemeindeverbandes Hellweg mit dem Gemeindeverband Hochsauerland-Waldeck im Rahmen eines Modellprojektes für 5 Jahre ab dem 1. Januar 2012 beschlossen.

Da Herr Rüther seine Tätigkeit als Geschäftsführer des Gemeindeverbandes Hellweg zum 31.12.2011 nach 10 jähriger Tätigkeit beendete,  wurde gleichzeitig Herr Josef Mertens, der bereits Geschäftsführer des Gemeindeverbandes Hochsauerland-Waldeck war, einstimmig mit der Geschäftsführung des Gemeindeverbandes Hellweg beauftragt.

Durch die Neuregelung der pastoralen Räume die im  Erzbistum ab dem 1. Januar 2010 schrittweise auf den Weg gebracht wurde haben zwischenzeitlich auch im Verbandsgebiet des Gemeindeverbandes Hellweg Fusionen sowie Rückpfarrungen von Kirchenge-meinden stattgefunden, so dass mit Stand vom 1. Januar 2016 insgesamt 62 Kath. Kirchengemeinden dem Verbandsgebiet angehören. 

 

Mit Stand vom 1. Januar 2016 sind neben dem Geschäftsführer, der Standortleitung und 3 Fachbereichsleitern (die für die Gemeindeverbände Hellweg und Hochsauerland-Waldeck zuständig sind) 32 Mitarbeiter/innen (einschl. einer Auszubildenden) in der Verbandsgeschäftsstelle beschäftigt. Eine Mitarbeiterin befindet sich in der Altersteilzeit und eine Mitarbeiterin ist in Elternzeit.

Die Kath. Kindertageseinrichtungen Hellweg gem.GmbH beschäftigt neben einem für beide Gemeindeverbände zuständigen Fachbereichsleiter 3 Mitarbeiterinnen.